Brot schimmelt schnell – was tun?

Das Brot ist erst seit zwei Tagen da – und schon ist der erste Fleck zu sehen. Wer das kennt, hat irgendwann aufgehört, es als Pech abzutun, und fängt an zu suchen: Was kann man dagegen tun?

Die gute Nachricht: Meistens liegt es an ein, zwei konkreten Gewohnheiten. Und die lassen sich ändern.

Schritt 1: Die Verpackung überdenken

Der häufigste Fehler passiert direkt beim Nachhausekommen. Brot wandert in eine Plastiktüte – weil es so mitgeliefert wurde, oder weil man es irgendwie einpacken muss. Plastik hält Feuchtigkeit ein. Das Brot schwitzt förmlich von innen, und genau diese Nässe ist es, die Schimmelsporen zum Wachsen bringt.

Wer die Plastiktüte weglässt und stattdessen auf einen Leinenbeutel, eine Papiertüte oder direkt einen Brotkasten setzt, bemerkt oft schon nach wenigen Tagen einen Unterschied.

Papiertüten sind für einen Tag gut geeignet – danach trocknet das Brot merklich aus. Für längere Lagerung ist ein Brotkasten aus Holz, Ton oder Keramik die verlässlichere Wahl. Was die verschiedenen Behälter im Vergleich leisten, beschreibt dieser Artikel über die besten Behälter gegen Schimmel.

Schritt 2: Den Brotkasten kontrollieren

Wer schon einen Brotkasten hat und trotzdem regelmäßig Schimmelprobleme kennt, sollte einen Blick ins Innere werfen. Krümel, die sich unbemerkt ansammeln, sind ein idealer Nährboden für Schimmelsporen. Wenn ein frisches Brot in einen Kasten gelegt wird, in dem bereits Sporen aktiv sind, kann es innerhalb von einem Tag schimmeln – unabhängig davon, wie frisch das Brot war.

Einmal pro Woche kurz auswischen reicht meistens. Am wirksamsten ist ein Tuch mit etwas Essigwasser – das tötet Sporen zuverlässig ab, ohne das Holz oder die Oberfläche zu beschädigen. Danach kurz trocknen lassen, bevor das Brot wieder hineinkommt.

Schritt 3: Einfrieren als Ausweg

Wer weiß, dass ein Brot nicht innerhalb von zwei bis drei Tagen aufgegessen wird, kann es von Anfang an portionsweise einfrieren. Das klingt nach Aufwand, ist es aber kaum: Brot in Scheiben schneiden, in einen Gefrierbeutel packen, fertig. Einzelne Scheiben lassen sich direkt aus dem Gefrierfach toasten oder bei Zimmertemperatur in etwa 20 Minuten auftauen.

Wichtig dabei: Brot nicht langsam auf der Theke auftauen und dann wieder in eine Tüte stecken. Durch das Auftauen entsteht Kondensfeuchte – und die beschleunigt Schimmel erheblich. Wer das Brot auftaut, sollte es möglichst bald verbrauchen.

Mehr zum richtigen Einfrieren und Auftauen steht in diesem Artikel über Brot einfrieren.

Was wirklich hilft – und was nicht

Den Kühlschrank als Lösung zu nutzen klingt naheliegend, ist aber für die meisten Brotsorten keine gute Idee. Die Kälte verlangsamt Schimmel zwar geringfügig, trocknet das Brot aber aus und macht die Krume schnell zäh und unappetitlich. Wer trotzdem nicht darauf verzichten möchte, sollte das Brot zumindest gut eingepackt lagern – aber Schimmel verhindert der Kühlschrank nicht zuverlässig.

Was tatsächlich funktioniert, ist die Kombination aus richtigem Behälter, regelmäßiger Reinigung und – wenn nötig – dem Einfrieren nicht verbrauchter Portionen. Keine dieser Maßnahmen ist aufwendig. Meistens reicht schon eine davon, um den Unterschied zu merken.